Viel Lob bei Jahreshauptversammlung

Ein positives Resümee des abgelaufenen Jahres zogen die Verantwortlichen der Feuerwehr bei der Jahreshauptversammlung im vollbesetzten Unterrichtsraum des Feuerwehrzentrums. Zu Beginn der Versammlung konnte Vorsitzender Gerhard Wagenlechner den Ersten Bürgermeister Frank Stumpf sowie zahlreiche Ehrengäste begrüßen. In einer Schweigeminute gedachten die Anwesenden der verstorbenen Mitglieder Hans Friedrich und Rolf Schuberth. Bei den Mitgliederzahlen konnte der Vorsitzende starken Zuwachs bei der Jugendgruppe vermelden, die nunmehr 14 Feuerwehranwärter zählt.

Von gut besuchten Veranstaltungen und vielen weiteren Aktivitäten  aus dem Vereinsleben erstattete Vorstand Wagenlechner Bericht und verwies dabei auf die  Beschaffung von Poloshirts für die Erwachsenen und T-Shirts für die Jugendgruppe aus der Vereinskasse. Er dankte allen, die durch Ihre Mithilfe zum Gelingen der Veranstaltungen beigetragen haben. Entsprechend positiv fiel auch der Kassenbericht der Kassiererin Kathrin Wagenlechner aus, die wiederum ein leichtes Plus in der Kasse vermelden konnte.

Auf eine Fülle von Einsätzen, Ausbildungsveranstaltungen und sonstigen Aktionen blickte Kommandant Hans Münzer in seinem Bericht zurück. Der Brand des Sägewerkes bei Schwarzenstein war dabei das Ereignis, das wohl allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben werde.

Hier sind wir, auch wie alle anderen Feuerwehren, an unsere Leistungsgrenze angelangt. Von der Erstalarmierung bis zum Schluss waren wir im Einsatz.Hans Münzer, Kommandant und Kreisbrandmeister
Auch danach sei die Nailaer Wehr noch sieben Mal zu Nachlöscharbeiten gerufen worden. Er dankte allen, die bei diesem Einsatz sowohl vor Ort als auch im Hintergrund mitgearbeitet haben.

Insgesamt wurde die Feuerwehr in 2015 zu 110 Einsätzen alarmiert.

Einsätze 2015
Brände: 27
THL: 60
Fehlalarme: 12
Sicherheitswachen: 7
Erkundungseinsätze: 4
gesamt 110

Münzer blickte noch auf einige weitere besondere Einsätze zurück. Dabei stünde trotz leicht steigender Zahlen bei den Bränden weiterhin die Technsche Hilfe bei Verkehrsunfällen oder Türöffnungen im Vordergrund. Bei den Anschaffungen, die die Stadt im abgelaufenen Jahr für die Feuerwehren getätigt hat, stellte der Kommandant die Umstellung auf Digitalfunk heraus. Es sei eine gewaltige Aufgabe gewesen, alle Feuerwehren mit der modernen Technik auszurüsten. Außerdem mussten viele Ausrüstungsgegenstände, die bei dem Brand in Schwarzenstein beschädigt wurden, ersetzt werden. Er dankte dafür dem Bürgermeister, sowie den Mitarbeitern in Stadtverwaltung und Stadbauhof für die Beschaffungen und die stets gute Zusammenarbeit. Leider würden aber die Einsatzfahrzeuge nicht jünger, vier Fahrzeug seien zwischen zwanzig und dreißig Jahren alt, und so seien auch die nächsten Werkstattbesuche schon vorprogrammiert.

Hans Münzer freute sich ebenfalls über die erstarkte Jugendgruppe und über gute Ergebnisse der Jugendlichen und der Erwachsenen bei Leistungsprüfungen und Wettbewerben. Auch im vergangenen Jahr wurde wieder ein großer Wert auf die Ausbildung der Aktiven gelegt, was auch durch die große Zahl von 19 besuchten Lehrgänge belegt wird. Er dankte allen, die insbesondere auch außerhalb von Einsätzen und Übungen, in den verschiedenen Positionen für das Funktionieren der Wehr und ihrer Ausrüstung sorgten. Besonders nach dem Katastropheneinsatz in Schwarzenstein seien hier viele Stunden in den einzelnen Werkstätten angefallen.

Für langjährien aktiven Dienst wurden Daniel Ehrenberg, Dieter Häßler und Michael Ebert ausgezeichnet.

Ehrungen
Daniel Ehrenberg Ärmelstreifen für zehn Jahre aktiven Dienst
Dieter Häßler Ärmelstreifen für zwanzig Jahre aktiven Dienst
Michael Ebert Ärmelstreifen für zwanzig Jahre aktiven Dienst

Mit Stolz blickte auch Jugendwart Günter Höllrich auf das letzte Jahr zurück. Der Dienst bei der Feuerwehr mache den Jugendlichen offenbar viel Spaß und sie hätten im Freundeskreis erfolgreich Werbung für die Feuerwehr gemacht. Die jungen Feuerwehrleute hätten ein umfangreiches Ausbildungsprogramm absolviert. Neben der Teilnahme von zwei Gruppen am Kuppelcup konnten einige Jugendliche die nächsten Stufen von Jugendflamme und Wissenstest ablegen. Die beiden absoluten Highlights im Dienstjahr waren jedoch das Zeltlager in rehau und der BF-Tag in der Feuerwehr Naila. Alle Jugendlichen würden sich daher schon wieder auf die Veranstaltunen im Neuen Jahr freuen.

Erster Bürgermeister Frank Stumpf freute sich, von der Feuerwehr gute Nachrichten mit in den Stadrat nehmen zu können. Während in den meisten der Nailaer Vereine Nachwuchssorgen gäbe, wäre das im Augenblick bei der Feuerwehr nicht der Fall. Er appellierte an die Jugendlichen, sich das Wissen und Können der Erwachsenen anzueignen, um später einmal an deren Stelle treten zu können. Wie schnell die Hilfe gebraucht wird, konnte man beim Brand in der Rauschenhammermühle sehen. „Der Besitzer, Heinrich Ströhla, hat mir aufgetragen, euch noch einmal ausdrücklich für eueren Einsatz zu danken!“, sagte das Stadtoberhaupt.

Viele Mitbürger würden sich blind darauf verlassen, dass die Feuerwehr im Notfall zu Stelle sei.

Die Erwartung der Leute ist hundertprozentige Hilfe, in kürzester Zeit und mit perfektem EinsatzFrank Stumpf, Erster Bürgermeister

Dies funktioniere jedoch nur, wenn Ausbildung und Einsatzwillen zusammenpassen. Er dankte den Feuerwehrleute für das gezeigte Engagement, ohne das der Bevölkerung etws Wichtiges fehlen würde.

Besonders gratulierte er Willi Zemsch und Uwe Peetz, die vom Innenminister mit dem Steckkreuz als höchste Auszeichnung im bayerischen Feuerwehrwesen ausgezeichnet wurden. Den Einbau des Digitalfunks bezeichnete Stumof als kostenintensive, aber notwendige Ausgabe. Als nächste große Aufgabe sei die Ersatzbeschaffung für den Rüstwagen in den Haushalt eingestellt. Der Bürgermeister versicherte den Feuerwehrleuten, dass es auch künftig keine Kürzungen im Feuerwehrhaushalt geben werde, da es sich um eine Pflichtaufgabe der Gemeinde handele.

Vorsitzender Gerhard Wagenlecher, diesmal in seiner Funktion als Betreuer der Kleiderkammer, berichtete noch, dass kurz vor dem Jahreswechsel noch die seit längerem erwarteten zehn neuen Schutzanzüge eingetroffen sind und überreichte Dieter Centner symbolisch den ersten Anzug. Er dankte Bürgermeister Stumpf, dass die Stadt die Beschaffung ermöglicht habe, nicht ohne darauf zu verweisen, dass auch in diesem Jahr weitere Anzüge als Ersatz für inzwischen nahezu zwanzig Jahre alte Einsatzkleidung benötigt würden. Mit einem Ausblick auf die kommenden Veranstaltung und der Verteilung des wiederum umfangreichen Dienst- und Veranstaltungsplans endete die diesjährige Jahreshauptversammlung.