VU mit LKW – B173

Ein spektakulärer Lkw-Unfall hat sich am Freitagmorgen auf der B173 nahe dem Nailaer Ortsteil Culmitz ereignet. Während der Fahrt von Schwarzenbach am Wald in Richtung Naila geriet ein Lkw-Gespann kurz nach der oberen Einfahrt nach Culmitz aufs Bankett. Er durchpflügte auf einer Länge von etwa 40 Metern die Wiese und kippte um.

Die Feuerwehren Naila, Schwarzenbach, Culmitz und Marlesreuth wurden um 8.46 Uhr alarmiert. Den 46-jährigen Lkw-Fahrer bargen die Retter, nachdem sie die Frontscheibe herausgesägt hatten.
Der Rettungsdienst brachte den Verletzten ins Klinikum Naila. Ersten Erkenntnissen zufolge ist der Mann leicht verletzt.

Am Unfallort war auch das Technischen Hilfswerk Naila im Einsatz. Mit dessen Teleskoplader bargen die Helfer drei 200 Liter fassende Plastikfässer, die mit dem gesundheits- und wassergefährdenden Nickelsulfat gefüllt waren, aus dem Lkw-Anhänger. Keine leichte Aufgabe; da der Untergrund aufgeweicht war, sank das schwere Gerät ein und fuhr sich fest. Mit Hilfe einer Seilwinde am Einsatzfahrzeug der Nailaer Feuerwehr wurde es herausgezogen, die Fässer wurden gesichert.

Die Feuerwehr sperrte eine Fahrbahnseite. Der Verkehr in Richtung Schwarzenbach wurde vorbeigeleitet, die Autofahrer in Richtung Naila mussten über Culmitz ausweichen.
Vom Wasserwirtschaftsamt Hof war Michael Heß vor Ort, da Kraftstoff ins Erdreich gelaufen war. „Es handelte sich aber nur um Kleinmengen, da die Feuerwehrler umsichtig und schnell handelten und weiteres Auslaufen verhinderten“, erklärte er.

Auch aus den Fässern mit Nickelsulfat drang Flüssigkeit, die mit Hilfe von Wannen aufgefangen wurde. Zur Bergung der Fässer waren zwei Atemschutzgeräteträger-Trupps der Feuerwehr im Einsatz; die Wehrleute trugen zusätzlich auch noch Schutzhandschuhe.

„Die leckgeschlagenen Fässer werden als Sondermüll entsorgt, um die andere Ladung kümmert sich die Spedition“, erklärte Einsatzleiter und Kreisbrandmeister Hans Münzer.

Um den Lastwagen samt Anhänger aufzurichten, war ein Autokran notwendig. Die Bergung zog sich bis weit in die Nachmittagsstunden hin und wurde durch den weichen Boden massiv erschwert.
Ob wegen ausgelaufenen Dieselkraftstoffs und wegen des Gefahrguts Erdreich abzutragen war, war zunächst nicht klar.

Bericht: frankenpost.de