Während die in den Vortagen von den Wetterdiensten vorhergesagten Probleme mit dem Tauwetter der Feuerwehr Naila nur kleinere Einsätze bescherte, schwollen die Bäche und Flüsse durch den Regen, den Atlantiktief „Dieter“ im Gepäck hatte, stark an und bescherten der Feuerwehr Naila einen arbeitsreichen Freitag.
Im Bereich Unterklingensporn trat die Selbitz am Vormittag so weit über die Ufer, dass eine Maschinenhalle in Gefahr geriet. Gegen 11:30 Uhr wurden die Feuerwehren aus Naila und Marxgrün zur Einsatzstelle beordert, wo die ersten Einsatzkräfte versuchten, mit Sandsäcken das Eindringen der braunen Brühe zur Verhindern. Weitere Einheiten wurden zum Stadtbauhof beordert, um zusätzliche Sandsäcke zu füllen.
Der Einsatz in Klingensporn war noch nicht beendet, als der Einsatzleiter nach Culmitzhammer beordert wurde. Der Hof des dortigen Hotels war bereits von der nahe liegenden Culmitz überflutet worden und das Wasser stand meterhoch in den Lichtschächten. Als dann endlich ein Hausmeister für das unbewohnte Gebäude an der Einsatzstelle war, stellte sich heraus, dass der gesamte Kellerbereich bis zu 1,50m hoch unter Wasser stand.
Neben der Feuerwehr Culmitz wurden Kräfte aus Naila, Marlesreuth und Lippertsgrün alarmiert, um mit Sandsäcken ein weiteres Eindringen von Wasser zu verhindern und anschließend den Keller auszupumpen. Der Deich zur Culmitz wurde mit Sandsäcken verstärkt. Durch den großflächigen Wassereinbruch wurden bis zu 6500 Liter Wasser pro Minute von 6 Pumpen aus dem Keller geschafft. Nach 4 Stunden waren insgesamt ca.1,3 Millionen Liter Wasser durch die Pumpen der Feuerwehr geflossen. Ungefähr 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren waren an dieser Einsatzstelle eingesetzt.
Gerade als die ersten Kräfte der Feuerwehr Naila ihre Gerätschaften zusammenpacken wollten, erreichte die Feuerwehr Naila ein erneuter Alarm. Die Ortsvermittlung des Nailaer Telefonnetzes stand teilweise unter Wasser, von außen drückte Schmelz- und Grundwasser durch die Wände. Die vom Telefonanbieter installierten Pumpen wurden ihr Wasser nicht mehr los, da die Kapazität des Abwasserschachts nicht ausreichte. Mit Wassersaugern und Tauchpumpen rückten die Feuerwehrleute den Wassermassen zu Leibe und pumpten das Wasser in einen Kanaleinlauf.
Erstellt am 14.Januar 2011
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