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Bayerischer Ukraine Hilfskonvoi

Feuerwehr Naila fährt 3000 km Im Zuge der vom Ministerrat beschlossenen Bayerischen #Ukrainehilfe, startete am 20.03.2023 der 1. Organisationsübergreifende Bayerische Hilfskonvoi in Richtung polnisch-ukrainische Grenze. Mit dabei waren auch Kameraden unserer Feuerwehr Naila mit dem neuen und vom #Katastrophenschutz des Freistaats Bayern zu 100% geförderten Gerätewagen Florian #Naila 56/1. Los ging es für unsere Kameraden am Montagmorgen in Richtung #München. Genauer gesagt nach Unterschleißheim, um dort den Gerätewagen mit Hilfsgütern für die Ukraine zu beladen. Nachdem insgesamt vier Gerätewägen aus Bayern erfolgreich beladen wurden, fuhren alle zurück nach Bayreuth zum gemeinsamen Treffpunkt und Übernachten auf dem Gelände der Bundespolizei. Als alle Fahrzeuge von Feuerwehr, THW und BRK am Sammelpunkt angekommen waren, ließ es sich der Bayerische #Staatssekretär Sandro Kirchner nicht nehmen, die 29 am Hilfskonvoi beteiligten Einsatzkräfte persönlich auf ihre lange Reise zu verabschieden. Neben Staatssekretär Kirchner waren auch der THW-Landesbeauftrage Dr. Fritz Helge Voß, der Vorsitzende des LFV Bayern Johann Eitzinger und natürlich unser Kamerad und Geschäftsführer des LFV Bayern Uwe Peetz gekommen, um allen Kameraden eine gute und unfallfreie Fahrt zu wünschen.


Nach der einer sehr kurzen Nacht in der Turnhalle der Bundespolizei, hieß es dann früh am Dienstagmorgen: Wecken, Frühstücken, Abfahrt. Pünktlich um 04:00 Uhr wurden die 14 Fahrzeuge durch den #Marschführer des LFV Bayern Jürgen Weiß abgerufen, um in Richtung Polen durchzustarten. Vorbei am heimischen Autobahndreieck „Bayrisches Vogtland“ ging es weiter in Richtung Dresden. Ganz nach Zeitplan konnten wir nach einem Tankstop bei Görlitz kurz vor 10:00 Uhr die deutsch-polnische Grenze passieren und unser „nur noch“ 600 km entferntes Tagesziel schon fast sehen. Aber zu früh gefreut, nach weiteren 150km in der Nähe von Breslau wurde aus einem zähfließenden Verkehr plötzlich eine #Vollsperrung auf der #Autobahn und ein polnisches Feuerwehrfahrzeug nach dem anderen, fuhr durch die Rettungsgasse an uns vorbei in Richtung Einsatzstelle. Letztendlich standen wir insgesamt fünf Stunden in der Vollsperrung auf der Autobahn. Der Zeitplan und das angestrebte Etappenziel für diesen Tag rückten für uns in weite Ferne und so wurde kurzerhand nach einer Notunterkunft für die Nacht gesucht. Durch unseren polnischen Ansprechpartner konnte Innerhalb kürzester Zeit, in der kleinen ca. 300 Einwohner Ortschaft #Niesdrowitz, ein #Notquartier für die Nacht gefunden werden. Die Kameraden und Kameradinnen der örtlichen Feuerwehr räumten kurzerhand -ja schon fast mitten in der Nacht- nicht nur ihr Gemeindehaus aus, sondern auch die Privaten Kühlschränke, um uns herzlichst als ihre Gäste zu empfangen. Der örtliche Kommandant fand hier bei der Begrüßung die passenden Worte: „Wir sind eine Familie. Da hilft man sich, egal wann der Anruf kommt“. Bevor es dann am nächsten Morgen weiter in Richtung Abladepunkt ging, ließ es sich auch der örtliche Bürgermeister nicht nehmen, uns zu begrüßen. Nach weiteren 300 km ohne Stau kamen wir am späten Nachmittag an unserem Ziel, der #Berufsfeuerwehr in #Rzeszow, an und konnten mit dem Abladen der Fahrzeuge beginnen. Als #Hilfsgüter wurden neben zwei Feuerwehrfahrzeugen, einer Feldküche und ausrangierter Feuerwehrkleidung (Einsatzjacken, Helme, Stiefel usw.), aber auch neue vom Freistaat Bayern zur Verfügung gestellte Hilfsgüter wie z.B. #Aufenthaltszelte, #Heizgeräte, mobile Tankstellen, #Notstromaggregate, Taschenwärmer uvm. transportiert. Der Freistaat Bayern und der LFV-Bayern haben hier eine sehr gute #Hilfsbrücke zwischen Deutschland, Polen und der Ukraine geschaffen, um die #Hilfsgüter zentral zu sammeln und nach Rücksprache mit dem Ukrainischen Feuerwehrverband weiter an die richtigen Stellen im Land zu verteilen. Nachdem die Ukrainehilfen-Bayern noch einmal von 5 Millionen auf 10 Millionen Euro erhöht wurden, kann hier bestimmt schon bald der nächste Hilfskonvoi in Richtung Ukraine durchstarten. Ein großer Dank geht an unsere Kameraden Alexander Franz und André Brand für die Tour nach München, sowie Matthias Plettner und Michael Gräf, die das Fahrzeug in Bayreuth für den 2. Streckenabschnitt in Richtung Polen übernommen haben.


„Die gesamte Reise hat wieder einmal gezeigt, dass wir eine länderübergreifende Blaulichtfamilie sind. Während es für uns selbstverständlich ist, dass jede Feuerwehr mit den modernsten Fahrzeugen, Helmen und Einsatzjacken ausgestattet ist, freut man sich einige hundert Kilometer weiter, über jeden ausrangierten Helm, Schlauch oder Stiefel, der bei unseren Feuerwehren auf dem Dachboden in Vergessenheit gerät. Diese Freude über die erhaltenen Hilfsgüter war neben der überwältigenden Gastfreundschaft für uns das beeindruckendste auf der Reise durch Polen„ Mathias Plettner / Michael Gräf - FF Naila






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